wahlfahrt.orf.at Videozusammenfassung

Um Menschen die Seite wahlfahrt.orf.at möglichst kurz näher zu bringen haben wir ein kleines Video gestaltet.



Vergnügngspark Bakken in Kopenhagen

Im Rahmen der Wahlfahrt waren wir auch in Kopenhagen, der zentrale Vergnügungspark der Stadt (Tivoli) hatte zwar noch geschlossen geöffnet war aber der etwas außerhalb gelegene Bakken.

 



Wahlfahrt EU – 2014 – Multimedia – Wie wirds gemacht?

Zur Erinnerung die “Wahlfahrt” war ein Format von ORFeins in dem Hanno Settele mit Politikern in einem (alten) Auto (Mercedes 280S BJ 1978) durch Österreich fährt und dabei beiläufig über Politik und alle anderen wichtigen Dinge plaudert. Unterlegt mit großartiger Musik ein sensationeller Erfolg für den ORF.

Da Wahlen ja periodisch immer wieder kehren gibts auch 2014 die Chance eine Wahlfahrt zu produzieren und zwar für die EU-Wahl Ende Mai.

Was bleibt? Was kommt?

Bewährtes und erfolgreiches soll man ja bekanntlich nicht ändern, deshalb bleiben die Grundbestandteile der Sendung auch bestehen, Hanno Settele fährt in einem Auto (DEM Auto – Mercedes 280S) mit Politikern durchs Land und plaudert. Unterschied zum letzten Mal es fahren keine Österreichischen Gäste mit sondern International, daher ist auch die Route etwas internationaler. Kosice – Frankfurt – Luxemburg – Strassburg – Athen – Kopenhagen – Mulhouse – Stuttgart ist die diesjährige Route – eine Herausforderung für das Alte Auto. Neu ist nicht nur die Route sondern auch dass Hanno Settele mit den Mitfahrenden wichtige oder interessante Orte besichtigt.

Dramaturgisch ist das Format als dreiteiliger Film zu verstehen. In den drei Folgen werden drei unterschiedliche Themenblöcke behandelt. Zusätzlich wird die Sendung von einem Online-Format begleitet dass diese Dreiteilung ebenfalls übernimmt.

Das Auto

Ebenfalls bleibt der Mercedes. Ein 280S aus 1978, früher im Besitz der russischen Botschaft heute im Besitz des ORF – neben einigen Tücken hat der Mercedes auch etwas was sehr ORF spezifisches.

Der Mercedes hat 180PS und interessanterweise nur 4 Gänge. Bei hohem Drehmoment ist das aber kein Problem hört man.

gange

Der Mercedes hat keine gute Ausstattung, für die Wahlfahrt 1, die im Sommer stattfand wurde eine Klimaanlage für die Fahrgastzelle und eine für die Technik im Kofferraum nachgerüstet. Ausgestattet ist das Auto mit bis zu 12 Kameras, 3 davon sind fix am Amaturenbrett installiert und dienen als Hauptkameras. Die Köpfe der Kameras sind von Panasonic (AG HCK 10) – aufgezeichnet wird das Material auf Sony XDCAM HD PDW 700 Camcordern die über SDI angesteuert werden. Außenaufnahmen und Detailaufnahmen Innen werden mit Actionkameras von Drift aufgezeichnet, zum einen weil sie eine lange Akkulaufzeit haben und zum anderen weil sie per WLan überwachbar sind.

Synchron gehalten wird das Material mit Hilfe einer Lockit Timecode Funkstrecke sowie einer Lockit Timecode Klappe. Auch die Drehkameras werden so mit dem Timecode synchronisiert.

Dreh

Der Fernsehinhalt wird auf 2 Sony PDW F800 gedreht, sowie einige Bilder mit einer 5D Mk iii, der Ton wird außerhalb des Autos auf Grund der Flexibilität in den meisten Fällen geangelt. Aufgelöst werden die Szenen sehr Nah, beide Kameras drehen hier Nahe, so kann es auch dazu kommen dass man im Schnitt auf Grund der Bewegung der Protagonisten Achsensprüngen nicht entkommt.

Kameramann Michael Ferk erklärt in diesem kurzen Video die besondere Herausforderung des Formates in unserem Making Of:

 

Wie im Video bereits angesprochen wurde größtenteils mit langer Brennweite gedreht, daher ist das Bild, trotz Bildstabilisatoren für ein Talkformat überraschend unruhig.

Insgesamt gab es in der Produktion 18 Drehtage mit insgesamt ca. 300 Stunden Material. Das Material wurde dem ORF Hausworkflow entsprechend zuerst vom digitalen Ingest von den Professional Discs und von Festplatte eingespielt und im Anschluss in unserem PCMS gesichtet bevor das Material an den Final Cut Pro Schnittplatz übergeben wird.

 

Schnitt

Die Sendung für das Fernsehen wurde im Ganzen auf Final Cut Pro geschnitten.

Größte Schwierigkeit beim Schnitt für die TV-Sendung ist die riesige Menge an HD-Material, 5 – 7 Kameras zeichnen die komplette Fahrt auf, dazu kommen noch zwei Kameras die die “Außenszenen” drehen – das macht in Summe ca. 20TB Rohmaterial. Damit kann Final Cut Pro (nicht in der X Variante) scheinbar nicht wirklich umgehen und neigt zu permanenten Abstürzen und ewigen Ladezeiten.

Der Videocontent für den Online Bereich wurde fast zur Gänze in Premiere Pro und After Effects produziert, da es hier wesentlich einfacher ist Infographiken zu gestalten und einzufügen. Als Codec setzen wir hier um kompatibel zum Final Cut Workflow zu bleiben auf ProRes 422 (HQ). Wichtig war bei der großen Menge an Onlineclips eine Art einheitliche Bildsprache zu entwickeln. Da wir auf gänzlich unterschiedliche Quellen – Archiv SD, Archiv HD und Eigendreh HD – zurückgreifen kommt die Bildästhetik gänzlich unterschiedlich daher. Um trotzdem einen einheitlichen Auftritt zu erhalten wurde eine grafische Verpackung für alle Beiträge geschaffen die sich über eingeblendete Titel, Trenner und Schlusssequenzen erstreckt.

 

Inhaltlich drehen sich die Beiträge von “Behind the scenes” Material über historische Beiträge aus dem Archiv bis hin zu kleinen, extra für das Online-Format produzierten Reportagen aus z.B. dem Flüchtlingscamp in Athen (siehe oben) oder die Frauenschmiede in Kopenhagen (nachfolgend).

Zusätzlich zu den gedrehten Beiträgen wurden auch noch kleine Animationen produziert um z.B. Vorurteile zu symbolisieren. Farblich und stilistisch haben wir uns dabei an die Sendungs CI gehalten.

Auf alle Fälle ist das Ergebnis wirklich großartig und gibts in der TVthek zu sehen.

Neu: Online als Datengrundlage für die TV-Wahlfahrt

Der Online-Inhalt ist in Form von drei einseitigen Scrollingpages gelöst. Inhaltlich hängt die Webpage weniger an den persönlichen Geschichten der Kandidaten sondern vielmehr an Daten die in der Sendung keinen Platz finden – ist also als ein Datenjournalistisches Projekt zu verstehen. Die dafür notwendigen Daten wurden aus Statistiken der Eurostat, sowie aus nationalen Statistikinstituten gewonnen und über Infografiken und Videos aufbereitet.

Die Geschichten die erzählt werden halten sich im wesentlichen an die drei Themenblöcke des TV-Formates nämlich: Geld – Migration / Integration – Geschichte / Struktur. Der Erzähler Online ist nicht die Off-Stimme wie im TV-Format sondern Hanno Settele.

Als ersten Schritt haben wir das Grundgerüst der Geschichte verschriftlicht.

Die Grundlage für die visuelle Geschichte haben wir wie im Fernsehen üblich als Storyboard umgesetzt um ein Gefühl zu bekommen wie man die Menge an Daten visualisieren kann.

Anschließend wurden die groben Geschichten mit Daten befüllt und diese visualisiert. Die Darstellung im Web basiert im wesentlichen auf After Effects Animationen die als .png Sequenzen exportiert wurden und durchscrollbar sind. Die Visualisierung der Daten geschieht mit interaktiven Karten die in HTML5 umgesetzt wurden. Für die Responsive Umsetzung haben wir auf Skeleton zurückgegriffen und das Streaming wurde von unserer hauseigenen Streamingplattform (der TVthek) übernommen, für die Steuerung des Streamingservers kommt ein vorgefertigtes Skript der ORF-On zum Einsatz.

Als grundlegende Items haben wir uns für fünf große Elemente entschieden:

  1. Timelines
  2. Interaktive Landkarten
  3. Netzwerkgrafiken
  4. Videos
  5. Infografiken

Nächster Schritt waren die ersten Versuche der grafischen Umsetzung, wie man sieht war hier der Weg vom ersten Entwurf, über die Korrektur bis hin zum finalen Layout ein recht weiter.

Im nächsten Schritt wurden die Geschichten geplant um ein Gefühl zu bekommen wie groß der Aufwand ist um an die notwendigen Daten zu kommen. Dazu wurden europaweit ca. 500 Datenbanken angezapft. Die Daten wurden dann um die Seite standalone anbieten zu können downgeloadet und von Programmieren in interaktive Infografiken verpackt. Eine Auswahl der Grafiken gibs hier:


Um nun diese Infografiken nicht für sich alleine stehen zu lassen wurden die Informationen in größere Geschichten verpackt. Die grundlegende Idee war diese Geschichten über Scrolling Pages zu erzählen. Der Look wurde angelehnt an den von Christian Stangl gestalteten Opener der Wahlfahrt.

Um einen filmischen Effekt zu erhalten haben wir uns entschieden den Hintergrund als durchscrollbare PNG Sequenz zu gestalten. Die dafür notwendigen Videos wurden in Adobe After Effects animiert und als PNG Sequenz exportiert. Ein Kapitel Online hat dabei ca. 200 Frames und damit eine Größe von ungefähr 30 MB. Da dies natürlich zu relativ langen Preload Zeiten führt haben wir uns entschieden – den ersten Teil der Seite – ein zum Thema passendes Zitat plus einen Teil der OnAir Signation automatisch zu durchscrollen um die Ladezeit etwas zu “verbergen”.

Einen kleinen Einblick in die Arbeit gibt es hier:

Die ganze Seite steht noch bis zur EU-Wahl unter http://wahlfahrt.orf.at online.

Ein großes Dankeschön für die gigantische Arbeit an die freundlichen Menschen der Drahtwarenhandlung (die gerüchteweise auch super kochen).



Kurzdokumentation über Flüchtlinge im Mittelmeerraum

Als quasi Abfallprodukt zur Wahlfahrt haben wir eine kleine Doku produziert in der wir anhand einer Protagonisten den Weg von Flüchtlingen von Afrika nach Europa erzählen. Sendeplatz war um 00:20 auf ORFeins, erreicht wurden mit der Sendung 91.000 Menschen bei 18% Kasat Marktanteil.



Flüchtlingscamp Amigdalesa / Athen

Im Rahmen der Wahlfahrt sind wir in der Nähe von Athen in das Flüchtlingscamp Amigdalesa gefahren – die Eindrücke von dort gibts hier:



ORF Wahlfahrt – Postkarten aus der EU



Portrait Flüchtling Somalia

Für eine kleine Doku haben wir heute eine aus Somalia geflohene Frau interviewt.

Flüchtlingin



Visuelle Skizzen

Ich bin ein stark optischer Mensch und tu mir deshalb schwer Ideen aufzuschreiben deshalb mach ich gerne kleine Videoskizzen von angedachten Projekten. Das sieht dann in etwa so aus:

PS: Aus beiden Projekten ist nichts geworden :-)



Wahlfahrt Online – Video Migration

Für die Wahlfahrt online habe ich einige Videos produziert, das erste davon veröffentlichte beschäftigt sich mit der Flüchtlingsproblematik an den außereuropäischen Seegrenzen.



Ritual Fliegen

Ich fliege ja in letzter Zeit auf Grund eines kleinen Projektes recht häufig vom Flughafen Wien. Da man wenn man fliegt bekanntlich auch viel Zeit hat rumzusitzen und vor sich hin zu denken (was ja das Schönste am Fliegen ist) hab ich über das Fliegen per se nachgedacht. Das spannende ist dass das Fliegen räumlich sehr viele Ähnlichkeiten mit dem Kino hat – man betritt einen Raum (das Flugzeug) – durch einige Schleusen (im Kino wärs die Kasse und das Bistrot, hier ist etwas erweitert der CAT, die Vorhalle, die Ticketkontrolle, die Durchleuchtung, die Duty-Freezone und der Wartebereich) kommt man in einen abgeschlossenen speziellen Raum. Dort verbringt man dann einige Zeit und danach kommt man nach Möglichkeit verändert wieder raus. Das danach ist beim Fliegen etwas erweitert die Rückkehr.

Man sieht also: Man hat beim Fliegen zu viel Zeit sich sinnlose Gedanken zu machen.

Achja im Übrigen reist man als Mann von Welt mit Plastiksack.

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