Warum es wichtig ist Jihad-Touristen nach Österreich zurück zu lassen!

Vor einigen Monaten ist ein junger Wiener, frisch konvertiert, nach Syrien gezogen um dort nach einem besseren Leben im Kalifat zu suchen. Jetzt ist der Jugendliche nach Österreich zurückgekehrt. Nach eigenen Angaben hat er als Rettungsfahrer gearbeitet und wurde bei einem Angriff rund um Kobane schwer verletzt – ihm fehlt ein Teil seiner Milz, ein Lungenflügel und eine Niere. Geläutert stellt er sich bei seiner Einreise am Wiener Flughafen den Behörden und ist voll geständig.

In Österreich wurde nach Bekanntwerden der überraschend hohen Zahlen der nach Syrien gegangen Jugendlichen die Forderung laut ihnen den Pass zu entziehen. Laut einer aktuellen OGM Studie können sich 88% der ÖsterreicherInnen mit dieser Forderung anfreunden, das ist gemeinsam mit der Forderung nach temporären, unangekündigten Grenzkontrollen auch der „größte Wunsch“ der Bevölkerung.

Aber genau das, das Verhindern der Rückkehr, dürfte der falsche Weg sein. Denn zum einen können nur die Rückkehrer einen Einblick in die Strukturen des IS geben, die es ermöglichen dass 16-Jährige unbemerkt in ein Kriegsgebiet ziehen um dort zu kämpfen. Nur auf diesem Weg ist es möglich die Menschen zu finden die Jugendliche dazu überreden in den Krieg zu ziehen. Verhindern wir eine solche Rückkehr berauben wir uns der Chance Einblicke in diese Netzwerke zu erhalten.

Zum Anderen stärkt es letzten Endes den islamischen Staat in seiner Argumentation dass der „Westen“ nichts mehr mit den in Syrien Kämpfenden zu tun haben will und daher eine Rückkehr sowieso ausgeschlossen ist. Unsere Gesellschaft und unsere Rechtssprechung muss stark genug sein, junge Menschen die, vielleicht durch unwahre Versprechungen, verführt wurden in einen Krieg zu ziehen der nicht der ihre ist, wieder integrieren zu können. Denn ich glaube die wahre Stärke einer Gesellschaft zeigt sich darin wie sie mit Leuten umgeht, die versuchen diese Gesellschaft zu zerstören.

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