Alle Medien sind tot!

Medien sind tot – alle – so einfach ist das.  Nein nicht wirklich es gibt soviele Medien wie nie zuvor – das schon. Dies führt dazu dass die klassischen Mainstreammedien TV und Print um ihre Reichweite und damit um ihren Einfluss und ihr Einkommen fürchten müssen.

Eins ist klar mit dem alten Modell von „Wir kennen die Wahrheit und erzählen sie euch“ wird man  in diesem Kampf keinen Blumentopf gewinnen. Die objektive Wahrheit die Medien Jahrzehnte für sich gepachtet haben existiert in dieser Form nicht mehr – jeder User, jeder Mensch erschafft sich seine Wahrheit durch die Auswahl seiner Medien selbst.

Für den Umgang mit dieser Tatsache kann man im Wesentlichen zwei Zugänge haben, entweder man ignoriert das Ganze und versucht es auszusitzen oder man stellt sich darauf ein und lernt seine Art Inhalte zu erzählen anzupassen. Welche der Beiden der klügere ist, sollte nicht wahnsinnig schwer sein zu erraten.

Neue Zugänge finden

Dass man sein Publikum 2013 auf Facebook oder Twitter findet haben die meisten Medien schon erkannt, wie sie das Publikum dort erreichen und damit auch Erfolg haben ist für so gut wie alle allerdings noch nicht gelöst. Es werden einfach die für die anderen, eigenen Medien produzierte Inhalte gestreut und gehofft dass diese gestreut werden. Sieht man sich die Seiten der größten österreichischen Medien an wird klar dass dies nicht funktioniert.

Dabei haben Medien – in ihrem klassischen Verständnis, über Ereignisse zu berichten – auch in Zeiten wie Social Media alle Chancen, wie einige sehr erfolgreiche Unternehmen beweisen. Ein sehr erfolgreiches Beispiel eines Medienunternehmens das die Kommunikationsform verstanden hat ist nowthisnews.com. Nowthis News nutzt kurze Videos auf Vine und Instagram um Inhalte an den User zu bringen. Dabei setzen sie Stilelemente wie großflächige Textelemente und Farbfilter, so selbstverständlich wie es die Nutzer für ihre privaten Videos tun ein und fügen sich so harmonisch in das Gesamtbild der sozialen Medien ein und hat damit Erfolg.

Was jetzt?

Für die klassischen Medien muss sich also nicht nur ihre Plattform ändern, sondern auch die Art wie Geschichten erzählt werden und wie diese Geschichten gestaltet werden. Dazu muss man sich nicht neu erfinden – Social Media bietet alle Möglichkeiten sich erfolgreiche Modelle anzueignen. Die Grundlage dafür ist fundierte Analyse des eigenen Marktes und der eigenen Inhalte.

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